Hört sich verrückt an? – So können Trockenplätze wieder belebt werden und der Wäschepfahl bekommt einen neuen Sinn!

„Super Constellation“

Wohnungsbaugesellschaften möchten im Zuge von Modernisierungsmaßnahmen das alte Bild der Trockenplätze verändern. Ausgediente Wäschepfähle, die zwischen Wohnblocks der 60er bis 70 er Jahre stehen, sollen entfernt werden. Raum schaffen für Freizeitgestaltung.
Meine Idee ist es, diese Pfähle, die Jahrzehnte genutzt wurden um Wäsche zu trocknen in einen neuen Kontext zu setzen. Da der Wert von Arbeit sich verändert, Wäsche Wetter- und Tageszeitunabhängig in den Trockner gesteckt wird und nicht mehr in Sonne und Wind flattert verliert der Wäschepfahl allerorten seine Notwendigkeit.
Aus diesen Stangen aber etwas zu bauen was einen neuen sozialen Kontext schafft, einen neuen Ort der Begegnung ermöglicht ist das Konzept folgender Verwandlung :
Der Wäscheplatz wird ab- und umgebaut zum Kunst- Treffpunkt. Dabei sollen die Pfähle ein Eigenleben entwickeln, das sie in andere Position rückt, aus der Erstarrung in der rechtwinkligen Feldanordnung in die freie, offene Ordnung.
Gleichzeitig wird ein Stück Arbeits-Geschichte der Bewußtwerdung zugeführt durch Umwandlung in eine neue dynamische Installation.
Das wäre dann der Kategorie „Rest Recycling Art“ oder „UpcyclingArt“ zuzuordnen mit dem Gedanken verknüpft, das Zeit sich wandelt, das sich Bedürfnisse wandeln, jedoch gute Energien eines Ortes bewahrt werden können.

Und zwar folgendermaßen:
Ich reagiere mit der Bewahrung der Wäschepfähle um sie einer neuen Dimension zu öffnen. Ich möchte einerseits Energien freisetzen, die unsere Erinnerung bewegt und Arbeits-Vergangenheit zurück vor unser geistiges Auge führt. Andererseits setzt die Neugliederung der Wäschepfähle eine konkret fantastische Leichtigkeit, die uns Zwischenräume bewußt macht: Räume, die frei sind, die durchschaut werden wollen, die Zeitlücken offenbaren.  Auf spielerische Weise wird so das Wirken der Generationen von Hausfrauen wertgeschätzt, die lückenlos jede Art von Arbeit in den Alltag integriert haben. Von Stunde zu Stunde, Von Pfahl zu Pfahl.
Die von mir geplanten Installationen sind den Erfinderinnen der „Zeitlücke“gewidmet, die magischerweise immateriel und doch konkret ist.
Eine Hommage an alle ungenannten Hausfrauen, die das Raum Zeit Gefüge nicht beschreiben, sondern sich berufen fühlen ständig darin zu arbeiten…

Johannes Caspersen,

Flensburg, Oktober 2015

Ja, ich möchte dieses außergewöhnliche Projekt unterstützen:

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