Archiv für die Kategorie ‘Artort 2015’

Wir bedanken uns bei allen Bloggern, Kunstinteressierten, Kunden, Lieferanten und Geschäftspartnern für das Interesse, den Kauf oder die Zusammenarbeit im Jahr 2015 und wünschen Euch ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr!

Heute am Reformationstag habe ich in St. Nicolai, Flensburg während der Andacht zu Ehren Martin Luthers diesen Kürbis mit der „Lutherrose“ verziert.

Bildhauerei Johannes Caspersen ©

St. Nikolaikirche
Nikolaikirchhof 8
24937 Flensburg
4 Farben Holzschnitt “Big Apple”
80,00 € + Porto
Bildhauerei Johannes Caspersen ©
 
Titel: „Big Apple“
Künstler: Johannes Caspersen
Technik: 4 Farben Holzschnitt
Papier: dorée,120 g, naturweiß
Maße Bild: 32 cm x 45 cm
Maße Papier: 43 cm x 61 cm
Auflage: 50/50, signiert, datiert

Neuauflage T-Shirt “Roter Heringssalat”
25,00 € + Porto
Holzschnitt gedruckt auf weißem Stoff
 
Model: Isabel Kafka
 
Größen M , L , XL
Auflage jeweils limitiert auf 30 Stück.
Handsigniert J C .. 2015
 

Meine Version der Überfahrten  nach Lampedusa:

Das Elend = Eiland , engl.: island also die Insel ist immer etwas Fremdes, Entferntes, Unfassbares. Genau das versinnbildlicht Lampedusa, dieser italienische Felsbrocken im Mittelmeer.

Bildhauerei Johannes Caspersen ©

„Die Schwemme“ zeigt eine zähe Masse, die durchs Wasser rinnt, nicht das geteilte Meer Moses‘, das den Weg freimacht für die Flüchtlingsströme, sondern die klebrige undefinierbare Verzweiflungstat von Verlorenen die ein Spielball der Wellen werden. Sie stürzen sich mit ihrer Vergangenheit in unsere Gegenwart.
Die Völker aus der Heimat Salomos und anderer großer Weltkulturen machen sich auf nach Nordeuropa. Den roten Teppich bringen sie selbst mit, aus Blut und Tränen gewirkt.
„Die Schwemme“ ist ein Standstill unserer Zeit, geisterhaft und real, virtuell und schmutzig.
Schon Vergessen sind die ersten, wenn die anderen erst nachkommen.

Diese Skizze ist unvollkommen und deshalb so absolut lebenstreu…

„Schwemme“
Maße: 80cm × 130 cm.
Mischtechnik auf Faserplatte
März 2015

Hier eine Version von „Begegnung mit dem Anderen“

Viele Leerzeilen, Maskiertes, Verdecktes.
Schall und Rauch und verspielte Beschäftigung mit der Wahrhaftigkeit.
…eine Möglichkeit die absurde Asyldebatte  zu artikulieren…

Bildhauerei Johannes Caspersen ©

„Begegnung mit dem Anderen“
Maße: 80cm x 120 cm
Mischtechnik auf Faserplatte
März 2015

Zeitgenossen

Veröffentlicht: 19/10/2015 in Artort 2015

Holzskulpturen in der Walzenmühle

“Der Vorstand”, verteilt auf den Plattformen der Walzenmühle. Mein Dank gilt Helge Riemer für das schöne Foto auf seinem Blog.

Quelle: Zeitgenossen

Da es wie jedes Jahr in Flensburg eine Apfelfahrt gibt, habe ich aus gegebenen Anlass meine Holzschnitt Reihe „Ramontisches Flensburg“ aus dem Archiv geholt. Fünf Farbholzschnitte mit verschiedenen Ansichten aus Flensburg und einer, wie soll es sein, heißt Apfelfahrt:

Bildhauerei Johannes Caspersen ©

Am Freitag um 13.00 Uhr geht`s im Flensburger Museumshafen los! Viel Spaß! Mehr Infos zur Apfelfahrt

Dir gefällt der Holzschnitt? Du willst die ganze Mappe über Flensburg sehen? Du willst das Blatt oder die Mappe kaufen? Dann komme in meine Galerie. Anmeldungen im unteren Kontaktformular

Die neue Kollage von Solita Matthiesen erzeugt ein wenig Fernweh in mir.

Im Vordergrund sieht man Vanessa mit gepacktem Rollkoffer…. Worauf wartet das hübsche Mädchen? Auf ein Taxi? Will Sie zum Flughafen oder fährt Sie bald mit der MSC Zoe in ferne Länder?

Bildhauerei Johannes Caspersen ©

Vanessa, eine neue Skulptur von Johannes Caspersen

Neue Skulpturen:

HamburGGalerie
Rödingsmarkt 27
20459 Hamburg

Öffnungszeiten:
Di – Sa: 11 – 18 Uhr
Mo: meistens geschlossen

Hört sich verrückt an? – So können Trockenplätze wieder belebt werden und der Wäschepfahl bekommt einen neuen Sinn!

„Super Constellation“

Wohnungsbaugesellschaften möchten im Zuge von Modernisierungsmaßnahmen das alte Bild der Trockenplätze verändern. Ausgediente Wäschepfähle, die zwischen Wohnblocks der 60er bis 70 er Jahre stehen, sollen entfernt werden. Raum schaffen für Freizeitgestaltung.
Meine Idee ist es, diese Pfähle, die Jahrzehnte genutzt wurden um Wäsche zu trocknen in einen neuen Kontext zu setzen. Da der Wert von Arbeit sich verändert, Wäsche Wetter- und Tageszeitunabhängig in den Trockner gesteckt wird und nicht mehr in Sonne und Wind flattert verliert der Wäschepfahl allerorten seine Notwendigkeit.
Aus diesen Stangen aber etwas zu bauen was einen neuen sozialen Kontext schafft, einen neuen Ort der Begegnung ermöglicht ist das Konzept folgender Verwandlung :
Der Wäscheplatz wird ab- und umgebaut zum Kunst- Treffpunkt. Dabei sollen die Pfähle ein Eigenleben entwickeln, das sie in andere Position rückt, aus der Erstarrung in der rechtwinkligen Feldanordnung in die freie, offene Ordnung.
Gleichzeitig wird ein Stück Arbeits-Geschichte der Bewußtwerdung zugeführt durch Umwandlung in eine neue dynamische Installation.
Das wäre dann der Kategorie „Rest Recycling Art“ oder „UpcyclingArt“ zuzuordnen mit dem Gedanken verknüpft, das Zeit sich wandelt, das sich Bedürfnisse wandeln, jedoch gute Energien eines Ortes bewahrt werden können.

Und zwar folgendermaßen:
Ich reagiere mit der Bewahrung der Wäschepfähle um sie einer neuen Dimension zu öffnen. Ich möchte einerseits Energien freisetzen, die unsere Erinnerung bewegt und Arbeits-Vergangenheit zurück vor unser geistiges Auge führt. Andererseits setzt die Neugliederung der Wäschepfähle eine konkret fantastische Leichtigkeit, die uns Zwischenräume bewußt macht: Räume, die frei sind, die durchschaut werden wollen, die Zeitlücken offenbaren.  Auf spielerische Weise wird so das Wirken der Generationen von Hausfrauen wertgeschätzt, die lückenlos jede Art von Arbeit in den Alltag integriert haben. Von Stunde zu Stunde, Von Pfahl zu Pfahl.
Die von mir geplanten Installationen sind den Erfinderinnen der „Zeitlücke“gewidmet, die magischerweise immateriel und doch konkret ist.
Eine Hommage an alle ungenannten Hausfrauen, die das Raum Zeit Gefüge nicht beschreiben, sondern sich berufen fühlen ständig darin zu arbeiten…

Johannes Caspersen,

Flensburg, Oktober 2015

Ja, ich möchte dieses außergewöhnliche Projekt unterstützen: